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Fab Region Bergisch/Policy Lab - Nachhaltige Schulverpflegung

From Appropedia

Übersicht

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The Bergisches Städtedreieck consists of the cities Wuppertal, Solingen, and Remscheid, located in the Bergisches Land region of western Germany, between Cologne, Düsseldorf, and the Ruhr area. Together, the region has around 600,000 inhabitants and is a traditional center of industry, innovation, and sustainability.
Thema Nachhaltige Schulverpflegung - Wie essen wir morgen in der Schule?
Format Policy Lab
Zielgruppe Schüler:innen der Oberstufe (10.-13. Klasse) in den Fächern Politikwissenschaften/ Gesellschaftslehre, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften oder auch Hauswirtschaftslehre.
Teilnehmeranzahl Ca. 15 Personen
Zeitrahmen Möglich als 90 Minuten Variante oder Vormittagsangebot
Voraussetzungen Grundlagenwissen zu Nachhaltigkeit und den Herausforderungen und Chancen nachhaltiger Ernährung
Tags FabCity Manifest - Layer 5: Prototyping Place-Based Interventions,

SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen, SDG 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion, SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz, SDG 14: Leben unter Wasser, SDG 15: Leben an Land

Kurzbeschreibung

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Was ist ein Policy Lab?

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In Policy Labs geht es um Lernen und Entscheidungsfindungen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik. Oft werden (organisierte) Zivilgesellschaft, Expert:innen aus der Praxis und Wirtschaft einbezogen.

Welches Ziel verfolgt das Policy Lab?

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Die Schüler:innen werden – je nach verfügbarer Vorbereitungszeit – entweder eigenständig ihre Rollen als Expert:innen vorbereiten, oder sie erhalten Rollenbeschreibungen von der Lehrkraft. Sie schlüpfen dann in ihre Rollen als Expert:innen aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft, Praxis und Wirtschaft und vertreten ihre jeweilige Position im Policy Lab.  

Ziel ist es gemeinsam politikrelevantes Wissen zu produzieren und die Politik handlungsfähig zu machen – sprich, die erarbeiteten Ergebnisse in Politiken und politische Handlungsempfehlungen fließen zu lassen.

Die Schüler:innen erproben gemeinsam die Herausforderung der Aushandlung nachhaltigkeitsrelevanter Politiken. Passend zum FAB.City FullStack Modell wird Layer 5 erlernt: “Entwicklung von Prototypen für ortsbezogene Maßnahmen”

Lernziele  

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Lernziel 1 - Methodisch:  

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  • Perspektivenübernahme und Rollenarbeit: Schüler:innen arbeiten aus unterschiedlichen Rollen heraus (z. B. Politik, Wissenschaft, Wirtschaft) und wenden Rollenspielmethoden gezielt an.  
  • Argumentations- und Diskursfähigkeit: Sie entwickeln evidenzbasierte Argumente und bringen diese strukturiert in Verhandlungen ein.  
  • Problemanalyse und Lösungsentwicklung: Komplexe Herausforderungen (z. B. nachhaltige Ernährungssysteme) werden analysiert und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt.  
  • Entscheidungsfindung unter Unsicherheit: Abwägen von Zielkonflikten (z. B. Kosten vs. Nachhaltigkeit) und Treffen gemeinsamer Entscheidungen.  
  • Transfer von Wissen in Politikempfehlungen: Erlerntes Wissen wird in praxisnahe, politisch relevante Maßnahmen übersetzt.

Lernziel 2 - Fachlich:  

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  • Grundlagen nachhaltiger Ernährung: Kenntnisse über ökologische, ökonomische und soziale Aspekte der Schulverpflegung (z. B. Regionalität, Saisonalität, Tierwohl, Kostenstrukturen).  
  • Einblick in politische Prozesse: Verständnis dafür, wie politische Entscheidungsprozesse funktionieren und welche Akteure beteiligt sind.  
  • Ernährungssysteme verstehen: Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Konsum und Umweltwirkungen erkennen.  
  • Bewertung wissenschaftlicher Informationen: Nutzung und kritische Reflexion von Daten, Studien und Expert:innenwissen.

Lernziel 3 – Soziale Lernziele:  

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  • Kooperationsfähigkeit: Gemeinsames Erarbeiten von Lösungen trotz unterschiedlicher Interessenlagen, Gutes Leben und Enkeltauglichkeit.
  • Konfliktfähigkeit und Kompromissbereitschaft: Aushandlung von Positionen und Finden tragfähiger Kompromisse.
  • Empathie und Perspektivenvielfalt: Verständnis für die Interessen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen entwickeln, wie Stewardship-Prinzipien und Fürsorge-Ethik.  
  • Kommunikationskompetenz: Klarer, respektvoller und zielgerichteter Austausch im Diskurs.

Lernziel 4 – Nachhaltigkeitswissen

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  • Systemisches Denken: Nachhaltigkeit als Zusammenspiel von Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft begreifen.  
  • Nachhaltigkeits-Literacy: SDGs, Klimawandel, planetare Grenzen, Regeneration
  • Erkennen von Zielkonflikten: Spannungsfelder wie Preis vs. Qualität oder Regionalität vs. Verfügbarkeit reflektieren.  
  • Gestaltungskompetenz im Sinne von BNE: Fähigkeit, nachhaltige Entwicklungen aktiv mitzugestalten.  
  • Verantwortungsbewusstsein: Eigene Rolle als Konsument:in und gesellschaftliche Mitverantwortung erkennen.  
  • Handlungsorientierung: Entwicklung konkreter Maßnahmen für eine nachhaltigere Schulverpflegung.

Lernziel 5 – Politisch-Demokratische Lernziele

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  • Demokratische Aushandlungsprozesse erleben: Politik als Prozess von Verhandlung, Kompromiss und Interessensausgleich verstehen.  
  • Partizipation erfahren: Eigene Wirksamkeit in politischen Prozessen erleben.  
  • Urteilsbildung: Eigene Positionen zu gesellschaftlich relevanten Fragen reflektiert entwickeln.

Materialien & Ausstattung  

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  • Moderationskoffer, Flipchart/Brownpaper, ggf. Internetfähige Endgeräte für weitere Recherchen
  • Steckbriefe zum Rollenverständnis  
  • Hintergrundinformationen zur nachhaltigen Schulverpflegung

Didaktik

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Wie wird das Wissen vermittelt?

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Kernidee des Policy Labs in der Schule ist es, Wissen wird durch Handeln, Verhandeln und Entscheiden in einer simulierten politischen Realität aufzubauen und zu vertiefen, statt passiv aufzunehmen. Didaktische Prinzipien umfassen:  

  • Situiertes Lernen: Die Schüler:innen arbeiten an einer realitätsnahen politischen Fragestellung (nachhaltige Schulverpflegung). Wissen wird im Anwendungskontext aufgebaut.  
  • Lernen durch Rollenübernahme: Als „Expert:innen“ müssen sie sich Inhalte aneignen, um ihre Position glaubwürdig zu vertreten → intrinsische Motivation.
  • Multiperspektivität: Unterschiedliche Rollen bringen widersprüchliches Wissen ein → Verständnis für Komplexität entsteht.  
  • Diskursives Lernen: Wissen wird im Austausch, in Argumentation und Verhandlung weiterentwickelt.  
  • Problem- und Handlungsorientierung: Ziel ist nicht reines Wissen, sondern konkrete politische Empfehlungen → Transferleistung.  
  • Ko-Konstruktion von Wissen: Ergebnisse entstehen gemeinsam im Aushandlungsprozess, nicht durch Vorgabe der Lehrkraft.

Ablauf  

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90 Minuten Variante + Vorbereitung  

Phase 1 – Einführung (15 Minuten, Unterrichtseinheit vorher)

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  • Kurzer Input: Was ist ein Policy Lab?
  • Überblick Nachhaltigkeitsdimensionen (ökologisch, sozial, ökonomisch, gesundheitlich)
  • Vorstellung der Leitfrage
  • Rollenvergabe

Phase 2 – Rollenarbeit (15-30 Minuten)

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  • Verstehen und Vorbereiten der eigenen Rolle anhand der Steckbriefe  
  • Ggf. ergänzende Hintergrundrecherche zu möglichen Positionen der eigenen Rolle
  • Vorbereitung der Kernfragen:
    • Welche Interessen vertrete ich?
    • Was fordere ich?
    • Wo sehe ich Probleme?

Phase 3 – Policy Lab Sitzung - Abstimmung innerhalb der Expert:innengruppen (30 Minuten)  

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Bündelung der Interessen je Expert:innengruppe, Umgang mit gegensätzlichen Interessen, z.B. in den Gruppen Politik / Verwaltung, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft  

  • Welche Interessen vertreten wir?
  • Was fordern wir?
  • Wo sehen wir Probleme?
  • Wo sind wir kompromissbereit?

Ergebnisse: Einigung auf Kernforderungen je Gruppe; Formulierung eines Eingangsstatements mit wesentlichen Argumenten für das Hearing; taktische Überlegungen zu möglichen Spielräumen für Kompromisse

Vorteil: Aktive Einbindung aller Schüler:innen durch Kleingruppen

Phase 4 – Policy Lab Sitzung - Diskussion (30 Minuten)

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Moderiertes Hearing:

  1. Eingangsstatements (2 Minuten je Gruppe)
  2. Offene Debatte
  3. Verhandlungsphase

Ziel: 5 konkrete politische Handlungsempfehlungen (ggf. 15 Minuten extra)

Phase 5 – Auswertung (15 Minuten)

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Reflexionsfragen:

  • Wo gab es Zielkonflikte?
  • Was war überraschend?
  • Wie realistisch sind die Beschlüsse?
  • Wer hatte wie viel Einfluss?

Optional: Rollen verlassen & persönliche Meinung äußern.

Spezifischer Ablaufplan und Moderationshilfen hier als Download .

Evaluation  

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Durchführung einer Ligthning-Runde. Mögliche Leitfragen:  

  • „Was war dein wichtigstes Learning?“  
  • „Was lief gut / was war herausfordernd?“  
  • „Was würdest du anders machen?“  
  • „Wie bewertest du die erarbeiteten politischen Empfehlungen?“

Relevanz und gesellschaftliche Wirkung – Meta Ebene

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Bestenfalls und abhängig von der zur Verfügung stehenden Zeit werden 5 politische Handlungsempfehlungen formuliert oder ein kurzer Policy Brief verfasst mit Empfehlungen an die Politik und Entscheidungsträger:innen.

Kontaktdaten  

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Patrik Beneke und Annabelle Woltering

Gut Einern e.V.

patrik.beneke@gut-einern.org; annabelle.woltering@gut-einern.org

Page data
Keywords FabCity Manifest Layer 5: Prototyping Place-Based Interventions
SDG SDG11 Sustainable cities and communities
Authors Katharina Gröne, Elke Dahlbeck
License CC-BY-SA-4.0
Organizations Fab City Network
Language Deutsch (de)
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Created Juni 24, 2026 by Fab Region BS3
Last edit Juni 24, 2026 by StandardWikitext bot
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